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Debatte um Bauvorschriften ( Artikel aus AERO Kurier Dezember 2010)

120-kg-Klasse im Holding

Anfang des Jahres stellte der Gesetzgeber die Weichen fürs ultraleichte fliegen ohne Medical und Verkehrszulassung. Doch Ministerium und LBA möchten die neue 120-kg-Klasse in ihren Möglichkeiten beschneiden. Die Fronten sind verhärtet.

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AERO Messe 2010 ( Artikel aus AERO Kurier Mai 2010)

Electropower made in China, Knuffiger 120-kg-Einsitzer, AIRector: 120 kg und 160 km/h

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News aus Luftsportgeräte- Büro ( Artikel aus AERO Club News März 2010)

Änderung in der LuftVZO

Am 28. Januar 2010 wurden im Bundesanzeiger die Änderungen in der Luftverkehrszulassungs- Ordnung (LuftVZO) bekannt gegeben, die der Bundesrat am 18. Dezember 2009 beschlossen hatte. 2008 waren der Deutsche Ultraleichtflug- Verband (DULV) und das DAeC- LSG- B beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) vorstellig geworden und hatten die Änderungen des Paragrafen 1 Absatz 4 LuftVZO angeregt.

Im Paragraf 1 wurde festgelegt, dass „ein- oder zweisitzige Luftsportgeräte mit einer höchstzulässigen Leermasse von 129 Kilogramm einschließlich Gurtzeug und Rettungsgerät „ von der Musterzulassung befreit sind. Statt der Musterzulassung wird eine Musterprüfung verlangt, die von einer vom Luftfahrt- Bundesamt (LBA) anerkannten Prüfstelle durchgeführt wird. Für diese Luftfahrzeuge muss der Hersteller nachweisen, dass die Lufttüchtigkeitsforderungen nach Paragraf 10a der Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät erfüllt und die Lärmemissionsgrenzen eingehalten werden. Der Passus „ohne Motor oder mit einem nicht fest mit dem Luftfahrzeug verbundenen Motor“ wurde gestrichen, da sich diese Forderung in der Praxis nicht bewährt hatte.

Das DAeC- LSG- B ist die vom LBA anerkannte Prüfstelle für Gleitflugzeuge (dreiachsgesteuerte ultraleichte Segelflugzeuge). Eine Erweiterung wird angestrebt. Die Lufttüchtigkeitsforderungen für ultraleichte Luftsportgeräte müssen vom Gesetzgeber genehmigt und in der Durchführungsverordnung zur Verordnung zur Prüfung von Luftfahrtgerät (LuftGerPV) verankert sein. Grundsätzlich können Inhaber einer Lizenz für Luftsportgeräteführer einer bestimmten Bauart (beispielsweise dreiachsgesteuerter ULs) Geräte dieser Bauart auch als „leichtes Luftsportgerät“ betreiben. Ein zusätzlicher Eintrag ist dafür nicht notwendig.

Wer eine Umschreibung wünscht und sich auf den Betrieb von „leichten Luftsportgeräten“ einer bestimmten Bauart beschränken möchte, muss einmalig eine Verlängerung beziehungsweise die Umschreibung der Lizenz mit dem Nachweis von 30 Starts in den letzten 24 Monaten beantragen. Er erhält dann eine Lizenz mit dem Eintrag „Leichte Luftsportgeräte der Bauart XXX“. Diese Lizenz gilt unbefristet und ist ohne flugmedizinisches Tauglichkeitszeugnis gültig.

Bitte beachten: Die Befreiung von der Muster- und Verkehrszulassung und Kennzeichenpflicht hat keine Auswirkungen auf den Flugplatzzwang. Alle motorisierten Luftsportgeräte (unabhängig von der Zulassungspflicht) müssen grundsätzlich auf für sie genehmigte Flugplätze starten und landen.

Selbstverständlich sind auch andere Bestimmungen wie beispielsweise die Luftraumbestimmung verpflichtend.

News aus AERO 2010 ( Artikel aus AERO Club News Ausgabe März 2010)

Solarenergie für den Luftsport

Nach dem Erneuerbare- Energie- Gesetz fördert der Staat auch Solarprojektion zur Energiegewinnung. Dank der öffentlichen Förderung sind die Investitionen in diese umweltfreundliche Energiegewinnung nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch eine gute Anlage.

Umweltengagement genießt bei Luftsportlern hohe Priorität. Nach dem Motto „Kooperation statt Konfrontation“ wurden schon viele nachhaltige Lösungen für Konflikte gefunden. Umweltfreundliche Energiegewinnung für den Flugplatz ist eine weitere Chance, sich für die Zukunftssicherung des Vereins einzusetzen.

Flugzeughangars bieten große Flächen für Photovoltaikmodule. Der Flugbetrieb würde durch diese Installation nicht beeinträchtigt. Die gewonnene Energie kann für die eigene Versorgung genutzt werden. Noch gilt eine hohe Einspeisungsvergütung, sodass die Baukosten in gut zehn Jahren abgetragen sind. Alternativ zum Verein kann auch ein Investor die Anlage finanzieren.

Die Solaranlage auf dem Dach zusammen mit einer Solarstrom- Tankstelle für Elektroflugzeuge ist die optimale Kombination für Luftsportvereine. Hybrid- und Elektroflug werden immer mehr zur attraktiven Alternative. Die modernen Elektroflugzeuge überzeugen durch erstaunliche Leistungsfähigkeit. Erste Serienflugzeuge werden auf der AERO 2010 vorgestellt. Der Vorteil der neuen Flieger ist offensichtlich: Sie sind emissionsfrei, fast geräuschlos und kostengünstig im Betrieb.

Auf der AERO 2010 in Friedrichshafen ist der Elektroflug als „ E- Flight- EXPO“ ein großes Thema. Hersteller und Dienstleister der Branche präsentieren ihr Angebot. In Foren und Veranstaltungen informieren und diskutieren Spezialisten über die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Technik. Dabei geht es nicht nur um Hightech, sondern auch um Praxistauglichkeit und Tipps beim Einsatz der Technik in der Allgemeinen Luftfahrt. Thema sind beispielsweise auch die finanziellen Fördermöglichkeiten wie staatliche Zuwendungen, Umweltpreise und- Projekte.

Elektroflug wird auch auf dem großen Stand des DAeC in der Halle B2 gezeigt. Damit die Besucher umfassend informiert werden können, sind auch die Speziallisten von PC- Aero und Solar Hangar als Partner mit auf dem Stand.